eToro: Ein seriöser Bulle?

Geldscheine

Vor einiger Zeit habe ich angefangen mich mit dem zu beschäftigen. Dabei stellt sich die Frage, welchen Broker man wählen soll. Broker gibt es allem Anschein nach wie Sand am Meer. Es ist wirklich nicht leicht, da eine Entscheidung zu treffen.

Selbstverständlich habe ich gegooglet und Kritiken zu den verschiedenen Brokern gesucht. Dabei bin ich mehrfach auf Webseiten gestoßen, die mit dem “Millionentrick” und den “geheimen Tricks der Wallstreet” werben. Diese Seiten sind keine Broker! Aber sie locken leichtgläubige Menschen mit dem Versprechen, das ganz große durch zu machen. Natürlich kann niemand eine Garantie für Erfolg ausstellen, aber dazu später mehr. Auf diesen Webseiten wird fast ausschließlich für den Broker geworben. Ziel ist es, die leichtgläubige Masse auf sogenannte Affiliate-Links von zu schicken, damit man eine Vergütung für die Vermittlung erhält. An der Vermittlung selbst ist nichts Unseriöses vorzufinden, wäre da nicht diese einseitige Darstellung der Risiken. Überhaupt werden Risiken durch diese dubiosen Seiten nahezu tot gemacht. Dieses dubiose Image haftet dadurch leider auch an, die aber ein durch und durch seriöses Geschäft betreiben. Ich kann jedem nur raten, die Finger von solchen fadenscheinigen Webseiten zu lassen.
Ist der Ruf erst einmal beschmutzt worden, fällt der Schmutz nicht einfach von alleine ab. Verunsicherte Menschen fragen dadurch in Foren nach der Seriösität von und erhalten sehr merkwürdige Antworten. Vom absoluten Verteidiger, über Realisten, bis hin zu frustrierten Menschen kommen dort die Antworten rein. Mich haben solche Foren eher verängstigt, da diese Streiterei kein gutes Licht auf keine der Parteien wirft. Dabei sollte man vor allem die dort genannten Fakten überprüfen. Denn 10 Mal eine Sache behauptet, wird sie schnell als wahr empfunden, obwohl sie falsch ist.

ist ein Broker, der sich an Privatanleger wendet. Der Broker kommt als ein Social Network daher, als sogenanntes OpenBook. Als Trader hat man die Möglichkeit dadurch andere, idealerweise erfolgreichere Trader zu kopieren und sich ein Portfolio aufzubauen, dass versucht Risiken zu verringern. Ich schreibe bewusst verringern, weil das Risiko nicht ausgeschalten werden kann. Die Form als Social Network regt auch zum Austausch mit anderen Tradern an und so lernt man relativ schnell die Plattform, den Devisenhandel und sich selber kennen.
Das Unternehmen ist an vier Standorten vertreten. Auf den British Virgin Islands, den USA, Zypern und Australien. Namhafte Quellen wie TechCrunch, Reuters, The Independent und TechRadar haben über bereits berichtet – offenbar positiv. Auch die FSA hat eine Zulassung erteilt.

Viele verbitterte Stimmen im Internet meinen, dass die bei angezeigten Kurse nicht den realen Kursen entsprechen. Ich habe es überprüft und die Kurse stimmten stets überein, bis auf eine gewisse Verzögerung von ein paar hundertstel Sekunden die zwischen den verschiedenen Chart-Providern vorliegen.
Angeblich horrende Gebühren habe ich bei Auszahlungen auch nicht vorgefunden, wovon etliche Forenmitglieder berichten. Lediglich die Steuer die auf solche Einnahmen erhoben wird mag manche Leute verärgern, aber das ist nicht das Problem von .
Anfänger haben die Möglichkeit mit einem Demo-Account erst einmal zu üben. Dafür stehen 10.000 Dollar virtuelles Geld zur Verfügung.
Den Kundendienst habe ich am Anfang sehr häufig in Anspruch genommen. Man hatte mit viel Geduld mir einige Besonderheiten erklärt. Stets freundlich, mit einer Engelsgeduld. Ganzheitlich betrachtet, finde ich nichts an , was mir behaglich erscheint. Dabei habe ich gerade etliche Minuten fieberhaft überlegt, was mich an stört.

Der Devisenhandel ist ganz klar ein Spekulationsgeschäft. Wir alle haben im Rahmen der Weltwirtschaftskrise von Spekulationsgeschäften gehört und diese als etwas Böses vorgesetzt bekommen. Fakt ist, der Broker existiert nicht, weil er die Trader reich machen will oder die Welt verbessern möchte. Der Broker möchte lediglich davon leben können und Gewinne im besten Fall einfahren.
Es gibt keine Garantie für Gewinne und das Risiko auf totalen Verlust ist stets im Raum. Die Risiken lassen sich nur verringern, in dem man viel über die Märkte täglich liest und den Börsenkalender beachtet. So kann man gewisse Ereignisse vorhersagen. Man kann natürlich auch sogenannten Forex Forecasts glauben schenken. Doch muss man da selber bereits sehr viel Wissen mitbringen, um über die Qualität der Vorhersagen ein Urteil bilden zu können.
Ich rate wirklich jedem Anfänger mindestens 2 Monate lang mit dem Demo-Account bei zu üben, bevor das erste eigene Geld in die Hand genommen wird. Bitte lasst euch nicht von der Euphorie der Sache zu echtem Geld wechseln, denn das geht unter Garantie in die Hose. Der Demo-Account soll euch zeigen wie der Devisenhandel funktioniert und die Funktionsweise von näherbringen. Der Demo-Account kann allerdings euch nicht beibringen, euch selbst kennenzulernen. Es ist eine Tatsache, dass man mit dem Demo-Account lockerer, unbefangener, ungehemmter und unüberlegter seine Trades macht. Sobald aber das echte Geld im Umlauf ist, reagiert man selber nervöser und reagiert empfindlicher auf die Kurse. Deswegen nur traden, wenn man gut gelaunt ist, man dem verlorenen Geld nicht hinterhertrauert und man Zeit hat. Vor allem sollte man solche dümmlichen Fehler bleiben lassen, bei Verlust anschließend sofort auf den Gegentrend eines Kurses zu setzen. So verliert man gleich zweimal hintereinander.
Mit hat man auch die Möglichkeit sogenannte Hebel einzusetzen, mit denen man Risiken erhöhen, aber auch verringern kann. Natürlich steigen die Einnahmen bei einem großen Hebel pro PIP. Ich habe den meisten Erfolg mit mittlerem und niedrigem Risiko gehabt. Große Einnahmen in kurzer Zeit bleiben aus, aber dafür hat man stetig eher Gewinne.
Der Devisenhandel verleitet schnell zum zocken. Es liegt daher an jedem selber sich im Griff zu haben und mit Vernunft an die Sache heranzugehen. Das große Geld kriegt man einfach nicht über Nacht. Stellt euch darauf ein, dass die ersten 200 Euro durch Anfängerfehler draufgehen werden. Betrachtet es als Lehrgeld. Da mussten alle durch, selbst die ganz großen der Szene.

Ich kann auf Basis meiner Erfahrungen zusammenfassend sagen, dass nichts mit oder unseriösen Geschäftspraktiken zu tun hat.

Wer sich nun entschlossen hat, Trader auf zu werden, kann sich gerne unter diesem Link anmelden. Ich bin so ehrlich und gebe zu, dass ich mit der Anmeldung eine Provision von eToro erhalte. Ich betrachte es als einen kleinen Obolus für die Aufklärung in diesem Beitrag. Wenn noch Fragen bestehen, kann gerne kommentiert werden und ich stehe mit meinen Erfahrungen und Wissen über eToro zur Seite. Alle die mir den Obolus nicht gönnen wollen, können natürlich sich auch einfach so auf eToro anmelden.

 

Bildnachweis: sxc.hu / v_hujer

6 Kommentare | Kommentar schreiben

  1. Anon:
    29. März 2013 um 21:51 Uhr

    “Ganzheitlich betrachtet, finde ich nichts an eToro, was mir behaglich erscheint.”

    Ich auch nicht, deswegen melde ich mich bei so einem Mist auch nicht an…

  2. 31. März 2013 um 16:59 Uhr

    Hallo Philipp,
    nach deinem Kommentar auf meiner Seite musste ich natürlich auch den Artikel dazu lesen ;-) und muss sagen, dass er mir gut gefällt. Schön mal was zu lesen das auch auf die Risiken im Devisenhandel hinweist und nicht nur davon schwärmt dass damit jeder über Nacht reich wird.
    Gruß Ingo

    • 31. März 2013 um 21:09 Uhr

      Genau diese Artikel über mühelosen Erfolg sind ein Beispiel dafür, wie unglaubwürdig ein Broker gemacht werden kann. Wer grundsätzlich allem misstraut sollte auch lieber ganz die Finger vom Devisenhandel lassen. Betrüger gibt es ohne Ende im Internet, aber die haben auch ein Zuhause. Vielleicht sogar nebenan?

      Oberste Devise ist, dass man mit Hirn und Vernunft an die Sache herangeht.

  3. 6. April 2013 um 18:07 Uhr

    Hallo Philipp, ich habe dein Artikel gerne gelesen. Viele Seiten gibt es die sehr viel Geld versprechen. Am Ende kostet es nur sein eigenes Geld, Zeit und Nerven.
    Dein Artikel spricht Wahres. Selbst mit dem “einfachem” CopyTrader von eToro ist es nicht einfach als Anfänger Geld damit zu verdienen.
    Man muss sich schon mit dem Devisenhandel beschäftigen BEVOR man anfängt eigenes Geld zu investieren.
    Gruß Björn

  4. Mark:
    4. April 2014 um 22:23 Uhr

    Was du schreibst ist leider unzutreffend. Etoro ist eindeutig Betrug. Das Problem ist nur, dass es sehr schwer ist Betrug nachzuweisen. Nachfolgende FAKTEN zu eToro sollten jedoch zu Denken geben: 1. Bei eToro werden Statistiken manipuliert, um hauseigene Trader in positivem Licht erscheinen zu lassen. Diese Personen haben nur einen Auftrag: So schnell wie möglich den Account und samt seinen Kopierern bankrott zu führen. Dazu hat eToro extra das manuelle Verwalten von Trades abgeschafft. So kann man nichts mehr tun, als zuzusehen, wie ein sog. Guru (hauseigener eToro Trader) den Karren an die Wand fährt. Diese hauseigenen eToro Trader bekommen einen Teil des Geldes der bankrotten Kopierer. 2. Trader die Gewinn machen, werden gemobbt und können plötzlich aus fadenscheinigen Gründen ihren Gewinn nicht abheben. 3. eToro führt den Laden nach Gutsherrenart. Anfragen werden nur lapidar und mit Standardtextbausteinen beantwortet. Hakt man weiter nach, erhält man überhaupt keine Antwort mehr. EToro weiß, dass man gegen sie nichts unternehmen kann. Einziges Ziel von eToro ist der schnellstmögliche Bankrott der Trader. Das Geld steckt sich eToro in die eigene Tasche. Nein ich bin kein frustrierter Trader, sondern ich habe sowohl bei eToro als auch bei anderen Brokern hohe Gewinne erzielt. Mein Geld habe ich bis heute von eToro nicht erhalten. Auf Nachfragen wird nicht reagiert. Ich gehe davon aus, dass eToro bald vom Markt verschwinden wird. Man kann erkennen, dass wir uns nun in der Endphase befinden, in der es nur noch darum geht, die Kunden so schnell wie möglich abzocken zu können. Es ist mir unbegreiflich, wie du hier einen solchen Betrugsverein rechtfertigen kannst. Somit machst du dich ebenfalls mitschuldig, wenn leichtgläubige Menschen bei eToro ihr Geld verbrennen. Nachweis meiner Tradefähigkeiten: Siehe ayondo.com -> Top-Trader: fx_fisher.

    • 5. April 2014 um 22:47 Uhr

      Hey Mark!

      Die Vorwürfe die du erhebst sind keine leichten Vorwürfe. Betrugsvorwürfe können schnell zum Bumerang werden. Das heißt allerdings nicht, dass deine Vorwürfe völlig unbegründet erscheinen. Ich nehme das sehr ernst was du hier schreibst, kann aber deine Erfahrungen nicht bestätigen. Meine Erfahrungen sind andere als die deine. Somit ist es auch für dich nachvollziehbar, dass ich nicht über Gerüchte und Meinungen anderer schreiben werde, sondern mich lieber auf meine eigenen Erfahrungen konzentriere.

      Ich kann dir allerdings sagen, dass ich bei eToro nicht mehr aktiv trade und zwischenzeitlich bei einem anderen Broker gelandet bin. Der Wechsel lag aber nicht an der Unzufriedenheit mit eToro,

      Ich danke dir für deinen ausführlichen Kommentar!

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